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Die Stimme von vbl

Seit rund 20 Jahren ist Christian Bertschi einer der Stadionsprecher des FC Sursee. Seit kurzem ist er als Kommunikationsbeauftragter auch die Stimme der Verkehrsbetriebe

Luzern.

Christian Bertschi, wie kamen Sie zur Rolle als Stadionsprecher beim FC Sursee?

Durch eine Schiedsrichterbeleidigung. Der langjährige ehemalige Stadionsprecher hat in einem Spiel über die Lautsprecheranlage den Schiedsrichter derart kritisiert, dass er vom Fussballverband gesperrt wurde. Da ich als Berichterstatter für die Lokalzeitung damals im Speakerhäuschen sitzen durfte, wechselte ich für drei Spiele hinters Mikrofon – und blieb dann dort viele Jahre.

Auch heute noch?

Vor drei Jahren habe ich etwas zurückgesteckt und bin nun bei Meisterschaftsspielen nur noch unregelmässig im Einsatz. Bei grösseren Veranstaltungen wie bei Junioren-Länderspielen oder im letzten August beim Cupspiel des FC Sursee gegen den Super-League-Verein FC Sion helfe ich aber gerne mit. Und auch bei den Hallenturnieren im Winter kommt es vor, dass ich zehn Tage am Stück am Jurytisch hinter dem Mikrofon sitze. Zum Leidwesen meiner Stimme ...

Dann sind Sie ein passionierter Plauderi?

Nein, nicht wirklich. Ich schreibe lieber! Zumal einige Kollegen mich wegen meines in unserem Dialekt seltenen rollenden «R» immer mal wieder necken und von einem Sprachfehler reden.

Was reizt Sie, in Ihrer Freizeit beim FC Sursee Stadionsprecher zu sein?

Der Speaker-Platz ist ganz zuoberst auf der Tribüne, von dort hat man den besten Blick aufs Feld (schmunzelt). Aber ernsthaft: Der FC Sursee hat mir als Kantischüler ermöglicht, im Journalismus Fuss zu fassen. Diese Passion durfte ich später in meinem Beruf unter anderem bei der «Neuen Luzerner Zeitung» lange Zeit ausleben. Da ist es für mich selbstverständlich, dass ich im Rahmen der Freiwilligenarbeit meinem Verein etwas zurückgebe. Ich habe dies lange Zeit auch als  Vorstandsmitglied und Präsident getan. Ohne Freiwilligenarbeit gäbe es ganz viele Vereine und Organisationen nicht. Aber genau diese sind eine tragende Säule unserer Gesellschaft.

Seit September 2013 sind Sie als Kommunikationsbeauftragter bei vbl tätig. Was spornte Sie für diese Aufgabe an?

Während über 20 Jahren war ich als Journalist in einem spannenden, aber auch hektischen und zunehmend schnelllebigen Metier tätig. Nun hat mich der «Seitenwechsel » zu einem Unternehmen gereizt, das stark im öffentlichen Fokus ist. Besonders reizvoll ist für mich auch die firmeninterne Kommunikation, die bislang für mich Neuland war.

Werden Sie als Stimme von vbl nun in den Bussen die Haltestellen ankündigen?

Um Himmels willen, bloss nicht! (lacht) Meine Aufgabe als «Stimme von vbl» ist es, vbl und ihre Anliegen im Bereich des öffentlichen Verkehrs in den Medien und in der Öffentlichkeit zu vertreten.

 

Luzern, November 2013