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Buschauffeure auf zwei Rädern

Wer an vbl denkt, denkt meist an blau-weisse Busse. Tatsächlich stehen für viele vbl-Mitarbeitende oft ganz andere Fahrzeuge im Mittelpunkt: Seit über 20 Jahren existiert der vbl-Motorrad-Club. Clubpräsident und Fahrdienstleiter Kaspar Bechter erzählt, wie der Club den Alltag bereichert.

Seit wann gibt es den vbl-Motorrad-Club schon?

Der vbl-Motorrad-Club existiert seit dem 11. Oktober 1989. Seit 2011 bin ich Präsident und stolz, dass wir 54 Aktiv- und 43 Passivmitglieder zählen dürfen, wovon rund die Hälfte vbl-Mitarbeitende sind.

Welche Idee steckt hinter dem vbl-Motorrad-Club?

Es geht vor allem darum, dass vbl-Mitarbeitende gemeinsam ein tolles Hobby betreiben können. Daher werden die Aktivitäten nach den Dienstplänen der Chauffeusen und Chauffeure gestaltet. Wir wollen im Club natürlich das Motorradfahren und die Fahrsicherheit fördern. Im Zentrum stehen aber gesellige Momente und die Pflege der Kameradschaft. All dies verbinden wir mit schönen Ausflügen und Sport-Aktivitäten.

Wo führen die Ausflüge denn hin?

In der Regel unternehmen wir Tagestouren in der ganzen Schweiz bzw. Zweitagestouren nach Deutschland, Österreich, Italien oder Frankreich. Meistens treffen wir uns an einem ausgemachten Ausgangsort, fahren dann in Gruppen los und rasten an schönen Orten, um uns auszutauschen und gemeinsam zu lachen.

Gibt es denn viel zu lachen?

Oh ja. Wenn zum Beispiel bei einer geplanten Tour eine Abzweigung verpasst wird, der Anführer sich jedoch nichts anmerken lässt und wie im Militär auf einer Waldstrasse weiterfährt. Da kann es dann gut sein, dass er für unbestimmte Zeit «Militärkarten-Spezialist» genannt wird (lacht).

Während des Winters stehen eure Maschinen im Trockenen – liegt dann auch das Clubleben auf Eis?

Nein, wir führen im Winter genauso jeden Monat einen Anlass durch. Das geht vom Kartfahren bis zum Pit-Pat-, Fondue- oder Pizzaplausch. Den Sommer nutzen wir vor allem für Ausfahrten. Es finden jeden Monat eine Tagesausfahrt, einmal im Jahr eine Zweitagesausfahrt und das schweizerische Verkehrsbetriebe-Motorradtreffen statt. So können wir uns auch mit passionierten Töfffahrern anderer Transportunternehmungen austauschen.

Viele der Clubmitglieder sind im Alltag auf viel mehr Rädern, in den Bussen als Chauffeure, unterwegs – gibt es zwischen dem Töff- und dem Busfahren grosse Unterschiede?

Die Busfahrer müssen neben dem reinen Fahrkönnen viele andere Faktoren auf dem Radar haben: Fahrgäste, Fahrplan, Auskünfte erteilen etc. Töfffahrer sind in diesen Aspekten unabhängiger und können, gerade wenn es um schöne Ausfahrten geht, den Fahrspass ins Zentrum stellen.

In diesem Jahr hat vbl die Aktion «Hand in Hand – als Partner im Verkehr» lanciert. Wie erlebt ihr als Töfffahrer und vbl-Mitarbeitende die Toleranz im Strassenverkehr?

Toleranz im Strassenverkehr ist sehr wichtig. Mit gegenseitigem Respekt können auch schwierige Situationen besser gemeistert werden. Als Bus- und Töfffahrer hat man vielleicht eine andere Optik, weil man beide Sichtweisen gut kennt. So ist man gerade den grossen Fahrzeugen gegenüber toleranter.

Luzern, November 2012